Wie du dich aus der Verstrickung mit deinem Liebespartner löst

von | Dez 7, 2017 | Allgemein | 2 Kommentare

Kommt dir das bekannt vor?

Du hast ihn irgendwo getroffen, eigentlich wolltest du gar keine neue Beziehung oder überhaupt mit irgendwem etwas anfangen. Dein Leben war gerade so schön ruhig, du hast dich wohl gefühlt mit dir selbst.

Doch dann hast du ihn getroffen und warst ganz entzückt, dachtest, was für ein netter Mann. Und du warst dir sehr sicher, dass es dir diesmal nicht passieren würde, dich wieder auf irgend so eine komplizierte Beziehung einzulassen, die dich aus deiner Mitte haut und nichts als Kummer und Schmerz hinterlässt.

Und nicht allzu lange nach der ersten Begegnung, sagen wir so 3 Monate, hast du dich ganz genau an diesem Punkt wiedergefunden.

Nicht nur in totalem Kummer und Schmerz, sondern auch dein Selbstwertgefühl war weggefegt wie mit einem Strohbesen.

Und nun sitzt du da, fühlst dich klein, elend und ungeliebt. Deine Gedanken hören nicht auf, um ihn zu kreisen, um jede einzelne Situation, alles ist noch so präsent, als wäre es erst gestern gewesen. Ängste vor Verlust und Verlassen werden keimen in dir auf.

Ein Jahr ist mittlerweile vergangen und du bist kein Stückchen weiter von ihm weg, als noch am Anfang – na gut, vielleicht doch ein kleines Stückchen …

Alles schmerzt noch sehr und du verstehst einfach nicht, warum dir schon wieder so etwas passiert ist … Er hat bereits längst eine andere …

 

Hast du das schon so oder ähnlich erlebt?

Dann weißt du, wie ich, wie schmerzhaft das ist und wie weh das der Seele tut.

Bei mir war es damals so, dass dieses beschriebene Szenario mit der Zeit eine gewisse Regelmäßigkeit aufzeigte.

Es begann mit Anfang 30, nachdem meine 10-jährige Beziehung zu Ende war. Ich lernte einen Mann kennen, kurz darauf entpuppte sich die „Beziehung“ zu einer Affäre, wieder kurz darauf erschien die doch noch aktuelle Beziehungspartnerin des Mannes und nach einem ½ bis ¾ Jahr war es dann mit Pauken und Trompeten wieder vorbei.

Dann verging ein halbes Jahr in himmlischer Ruhe und ich traf wieder einen Mann und das gleiche begann von vorne.

 

Was geht da vor sich?

Das Loslassen fiel mir immer ganz besonders schwer, redete ich mir doch ein, den jeweiligen Mann zu lieben. Bis ich eines Tages einen erschreckenden und doch so sehr erhellenden Moment erlebte:

Auf einmal hörte ich die Frage in mir: Wenn er jetzt auf dich zukommen würde und sagen würde, dass er dich liebt und nur mit dir zusammen sein will, würdest du ihn dann wollen?

Und wie ein Blitzschlag folgte: NEIN!

Ich erschrak zutiefst und bin bis heute gleichzeitig sehr dankbar für diese Eingebung.

Zu der Zeit war ich schon auf meinem inneren Weg zur Selbsterkenntnis. Damals erforschte ich mein Inneres noch in spirituellen Selbsterfahrungsgruppen und Einzelsitzungen.

Und ich würde sagen, dadurch sind in mir Türen aufgegangen, durch die solche Fragen und die passenden Antworten dazu kamen.

Was mir durch diese Frage und die Antwort darauf erschütternd klar wurde, war, dass es mir darum ging, zu gewinnen. Ich wollte, dass dieser und auch die Männer davor mich wollten. Ich wollte den Beziehungskampf gewinnen, ich wollte sie, die Männer, für mich gewinnen.

Und für diesen Kampf – ich nenne es lieber Kampf als Spiel, denn für ein Spiel war es zu schmerzhaft – war ich bereit meine Selbstliebe, meine Selbstachtung, mein Selbstwertgefühl zu opfern.

 

Und jetzt lade ich dich ein, dir das vorzustellen:

Dieser Mann, von dem du gerade nicht loskommst, in den du dich verstrickt fühlst, der sich gedanklich und emotional wie ein Netz über dich spannt, dich immer wieder runterzieht, weil er sich nicht zu dir bekennt und du genau weißt, dass er gerade mit seiner offiziellen Freundin zusammen ist und nicht mit dir und das, obwohl er dir schon zig Mal erzählt hat, dass es aus und vorbei ist mit ihr, er nicht mehr mit ihr zusammen sein will, dieser Mann kommt plötzlich auf dich zu und sagt: Ich will nur dich, sonst keine!

 

Nimm dir einen Moment Zeit

Und jetzt nimm dir einen Moment Zeit und lasse das wirken. Schließe die Augen und male dir alles aus, was sich da in dir zeigen will.

Vielleicht ist deine Antwort ähnlich wie meine und du merkst: „Oh, ich will den gar nicht.“

Vielleicht brichst du aber auch in Tränen aus und es zerreißt dir das Herz, weil du es dir so sehr wünscht und es aber eh nicht geschehen wird, mit diesem Mann zusammen zukommen.

Vielleicht ist es aber auch irgendetwas dazwischen.

Das spielt gerade eigentlich keine Rolle.

 

Um was geht es dir wirklich?

Viel wichtiger ist jetzt die Frage: Um was geht es dir wirklich?

Fakt ist, da ist ein Mann, in den du verstrickt bist, der unerreichbar für dich ist, was Schmerz und Kummer in dir verursacht. Der schon längst wieder bei der Ex ist oder seiner aktuellen, offiziellen Freundin oder Frau und von dem du nicht loskommst.

Er ist also irgendwo da draußen, alles andere ist in dir selbst. Wie kann er dann die Lösung für dich sein?

Das einzige, was er für dich sein kann – und das ist eine ganze Menge, wenn nicht sogar das Hauptsächliche – ist das Tor zu deinem eigenen Herzen, nicht zu seinem.

Er kann es möglich machen, dass du anfängst in dich hineinzublicken. Dass du anfängst, dich auf dich selbst einzulassen und zu untersuchen und zu erforschen, wer du wirklich bist und wen du wirklich liebst.

Und dafür braucht er nichts anderes zu tun, als er eh schon tut – für dich nicht zu haben zu sein.

 

Lasse dich auf dich selbst ein

Glaube mir, wenn du anfängst, dich auf dich selbst einzulassen und zu untersuchen und zu erforschen, wer du wirklich bist, trittst du durch das Tor zu einer neuen Dimension deines Lebens.

Auch wenn es nicht immer einfach, oft schmerzhaft, traurig, vielleicht sogar beängstigend ist, was du alles entdecken wirst, dahinter, hinter diesem Tor wirst du ungeahnten Frieden und ebenso große Freiheit finden.

Als ich das nicht nur begriffen, sondern in der Tiefe meines Seins erlebt hatte und somit transformieren konnte, verschwanden meine Lehrer – also die scheinbar für mich unerreichbaren Männer – allmählich von der Bühne.

Und nicht nur das. Mein Selbstbewusstsein, meine Weiblichkeit, mein Selbstvertrauen, mein Selbstwertgefühl wuchsen und schlugen tiefe Wurzeln.

Und diese Selbsterfahrung und transformierende Selbsterkenntnis bescherte mir für zwei Jahre eine wunderschöne, friedliche und harmonische Beziehung, wie ich sie früher nie hätte annehmen können.

Ich selbst habe mich dann für das Alleinsein entschieden, habe diese Beziehung beendet und genieße heute das Leben als alleinstehende Frau.

Was ich damit sagen will ist, wenn du die Reise zu dir selbst antrittst und die Schmerzen und Verletzungen als Tor zu deinem eigenen Herzen, zu deiner Selbstliebe annimmst, wird alles möglich.

Dann kannst du in Beziehung leben oder mit dir allein – wenn du lernst, dich mit dir selbst, mit deiner Essenz zu verbinden, dann bist du verbunden und nie mehr allein. Und dann wird Liebe erst wirklich möglich …

Namsté

2 Kommentare

  1. Sandra Brunauer

    Bitte um Infos

  2. Jivana Lohr

    Hallo Sandra,

    welche Infos möchtest du genau?

    Herzliche Grüße
    Jivana

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