Mein leidenschaftlichstes Weihnachten – oder: lerne Nein zu sagen

von | Dez 9, 2018 | 6 Kommentare

Bald ist Weihnachten und ich erinnere mich gerade an ein bestimmtes Weihnachtsfest. Diese Geschichte von mir gibt mir Anlass, dir etwas schenken zu wollen.

Viele Jahre ist das nun schon her, dass ich Heiligabend auf der X-MAS-Soulnight war. Kennst du bestimmt auch, nach dem Besuch bei der family an Heiligabend noch schön tanzen und feiern gehen. Plötzlich stand ein Mann vor mir, schaute mir in die Augen und eh ich mich versah tanzten wir – Paartanz wohlgemerkt, ich kann eigentlich nur so freestyle rocken. Nach ein paar kurzen holprigen Schritten forderte meine innere Stimme mich auf: „Lass dich fallen!“ Und wir tanzten, 1 ½ Stunden lang, wie ich später feststellte, ohne Unterbrechung.

Es war fantastisch, hingebungsvoll, erotisch, leidenschaftlich, anmutig, verschmolzen …

Zum Schluss waren nur noch wir beide auf der Tanzfläche, die anderen Gäste standen drumherum. Das sah ich erst, als wir aufhörten, aufhören mussten, weil die Musik aus und die Party vorbei war. „Ach her je“, dachte ich, doch viel weiter kam ich nicht mit meiner Verlegenheit, so auf der Bühne zu stehen, als er mir gegenüberstand und mich küssen wollte.

Und BÄMMM!!!, da geschah zum ersten und endlich zum ersten Mal etwas anderes in meinem Liebesleben. Ich sagte: „Stopp!“, wies ihn zurück und fragte: „Bist du frei oder hast du eine Freundin?“ Er sagte: „Ich habe eine Freundin, schon lange, seit 20 Jahren, die weiß nicht, dass ich hier bin und …“ „Lass gut sein“, antwortete ich und war raus aus der Nummer.

Dieser Mann war wundervoll, er war charmant, er gefiel mir total und ich erlebte 1 ½ Stunden pure Leidenschaft mit ihm. Es war als würden wir uns ewig kennen, so harmonierten für diesen Moment unsere Körper und unser Geist miteinander.

Du musst wissen, ich schaute zu der Zeit auf einige Jahre Affären-Liebesleben zurück und mich diesmal nicht auf einen Mann einzulassen, der nicht frei für mich war, mich diesmal nicht auf diesen schier unlösbaren Kampf des Gewinnens eines Mannes einzulassen, war eine absolute Errungenschaft für mich.

Ich ging nach Hause, er folgte mir und wollte unbedingt, dass ich mich auf ihn einlasse. Wir standen bei mir vor der Tür. Früher hätte ich ihn sofort mit zu mir genommen, wir wären miteinander ins Bett gegangen, hätten diese Leidenschaft zwischen uns in vollen Zügen miteinander ausgelebt.

Nur, um dann – und das kennst du sicherlich, was ich jetzt schreibe – am nächsten Morgen mit dem Gefühl der Zerrissenheit im Herzen dazuliegen, weil er sich bereits im Laufe der Nacht schon aus dem Staub gemacht hat, um wieder ins Bett seiner Freundin zu kriechen.

Wir standen also bei mir vor der Tür und statt ihn reinzulassen, fragte ich ihn in Vorahnung, welche Antwort da kommen würde: „Was machst du morgen am ersten Weihnachtstag?“ „Den verbringe ich mit meiner Freundin“, antwortete er. „Frohes Fest!“, sagte ich, schloss die Tür auf und verschwand im Haus.

Angekommen in meiner Wohnung geschah etwas ganz Wunderbares.

Ich ließ die Tür hinter mir ins Schloss fallen und war von jetzt auf gleich mit der Energie verbunden, die ich 1 ½ Stunden beim Tanzen erlebt hatte. Also nicht mit dem Mann, sondern mit der Energie, die da durch mich hindurchfloss. Gleichzeitig fühlte ich mich glücklich und beseelt und ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit machte sich in mir breit.

Heute weiß ich, dass diese Emotionen aus meinem inneren Kind kamen, die Kleine in mir, die endlich nicht alleine gelassen wurde in der Begegnung mit einem Mann, sondern die ihre liebevolle Erwachsene an ihrer Seite hatte, die auf sie aufgepasst und „Nein!“ gesagt hatte.

Am nächsten Tag war ich bei meiner Familie und natürlich dachte ich daran, wie ER nun den Tag mit IHR verbringt und ich war so unendlich glücklich, „Nein!“ gesagt und mich diesmal vor diesem schäbigen Nachgeschmack einer solchen Nacht bewahrt zu haben. Doch wie kam es dazu, dass ich „Nein!“ sagen konnte? Wie war das so plötzlich möglich, auf mich aufzupassen und mich nicht wieder auf einen Mann einzulassen, der nicht frei für mich war?

Naja, so plötzlich kam das natürlich nicht. Es war ein Weg, den ich gegangen war.

Zu der Zeit war ich bereits auf einem intensiven spirituellen Weg, auf dem ich mich in 1:1 Sitzungen und vor allem auch in Gruppen mit anderen Frauen, die auf dem gleichen Weg raus aus Affären waren, begleiten ließ.

Heute wirke ich selbst als Coach und Trainerin und begleite Frauen auf ihrem Weg raus aus Affären und rein in die Liebesbeziehungen, die ihnen guttun.

Und wenn du gerade mit einem Mann bist, der sich nicht auf dich einlassen will, dann weiß ich genau, wie du dich gerade fühlst.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schmerzhaft das ist und es ist mir eine große Herzensangelegenheit, dass auch du dich an Weihnachten glücklich und beseelt fühlen und tiefe Dankbarkeit in dir spüren kannst.

Doch was brauchst du dafür, dass das möglich wird?

Einen klaren Weg, der dir die Möglichkeit gibt, Verbindung mit deinem inneren Kind aufzunehmen.

Die Möglichkeit, deine negativen Überzeugungen über dich selbst, die Liebe, über Männer und Liebesbeziehungen an sich in lebens- und liebesbejahende umzuwandeln.

Einen Weg, der es dir ermöglicht, in Verbundenheit mit deinem Körper zu kommen, ihn verstehen und achten zu lernen.

Eine Gruppe von Frauen um dich herum, die sich gemeinsam auf den Weg machen, ihr Liebesleben nach ihren Wünschen zu gestalten. Frauen, die in der gleichen Situation sind wie du, die das Verständnis für deine Situation haben, die ohne moralische Urteile sich gegenseitig unterstützen und füreinander da sind.

Wenn du das für dich möchtest, melde dich bei mir. Schreibe mir über die Kommentarfunktion eine Nachricht. So kommen wir in Kontakt.

Herzlich

Deine Jivana

6 Kommentare

  1. Anja

    Oh ja! Ich kenne das gerade sehr gut. Und es schmerzt!

  2. Jivana Lohr

    Oh, das tut mir leid, liebe Anja! Was würde dir gerade helfen, um aus dem Schmerz zu kommen?

    Herzliche Grüße
    Jivana

  3. Petra

    Ich bin in einer Affäre gefangen, und komme nicht raus. Es tut weh, und ich ärgere mich über mich, nicht den Schlussstrich ziehen zu können. Ich liebe ihn, aber dann hasse ich ihn wieder richtig für seine Feigheit. LG Petra

  4. Marianne

    Ja, ich bin am Ende und weiß nicht ein noch aus.
    Möchte alles hinschmeissen!

  5. Jivana Lohr

    Liebe Petra,
    das tut mir leid, dass du gerade in einer solchen schmerzhaften Situation bist. Melde dich gern bei mir, wenn du Unterstützung wünschst.

    Herzliche Grüße
    Jivana

  6. Jivana Lohr

    Liebe Marianne,
    das tut mir leid! Gerne unterstütze ich dich, wenn du das wünschst. Melde dich einfach bei mir.

    Herzliche Grüße
    Jivana

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