Warum du dich benutzen lässt & was du dabei Wesentliches übersiehst

von | Jan 28, 2019 | Allgemein | 6 Kommentare

Bist du gerade in einer Affäre oder in einer nicht enden wollenden On & Off Beziehung? Möchtest du gerne wissen, wie du ihm signalisierst: benutz mich? Und vor allem, was das bei ihm bewirkt?

Erinnerst du dich noch an den Anfang?Da, als ihr euch die ersten Male begegnet seid und du von ihm dachtest: „Wow, was für ein toller Mann!“ Und Freunde von ihm dir dann erzählt haben, wie er von dir spricht: „Die finde ich total klasse, die Frau!“

Das wird jetzt richtig was Festes, auf eine richtige Beziehung mit Selbstverständlichkeit und Verbindlichkeit hast du dich gefreut.

Und jetzt blickst du zurück und siehst, dass ihr euch eigentlich nur noch zum Vögeln trefft oder eben genau das nicht mehr, sondern euch hier und da mal trefft, um was trinken zu gehen. In beiden Fällen bist du es, die – schmachtend nach ihm – hofft, dass die nächste Begegnung, egal also ob im Bett oder an der Theke, doch nun endlich den ersehnten Durchbruch in eine Beziehung herbeiführt.

Die ganzen Signale und Zeichen von ihm, dass er an dir als feste Beziehungspartnerin längst das Interesse verloren hat, blendest du elegant aus. Dafür stilisierst du jegliche Geste von ihm, ein lockeres auf die Schulter klopfen, ein Kuss zum Abschied oder ähnliches gleich zum Beziehungsbeginn.

In Gesprächen mit deinen Freundinnen geht es natürlich immer nur um ihn. Und dass du auch nicht mehr weiterweißt, warum er sich denn nicht endlich entscheiden kann. Was denn dieses Hin und Her soll, dass du ja schon längst merkst, dass dir das alles gar nicht mehr gut tut. Du liebst ihn aber doch so sehr, redest du dir und deiner Freundin immer wieder ein. Und er meinte es doch auch ernst – ja, o.k. am Anfang, also damals, jetzt heute so, da hat er das eigentlich schon lange nicht mehr gesagt, also eigentlich sagt er da gar nichts mehr zu.

Letztens hast du zu ihm gesagt: „Ich liebe dich!“ und er dann so: „ Ja, ich weiß.“ Aber egal, da kennst du nichts, du bleibst dran. Und dranbleiben bedeutet, du richtest dich nach ihm. Wenn er vorbeikommen will, stehst du zur Stelle. Du hast natürlich Zeit, auch wenn da eigentlich keine ist. Du machst das schon möglich. Da soll doch keine Gelegenheit verpasst werden, die nicht vielleicht doch noch irgendwie in eine Beziehung mit ihm münden könnte.

Oder andersherum, du bist grundsätzlich die, die den Kontakt herstellt. Von ihm kommt da eigentlich nie was. Unerbittlich rufst du jede Woche wieder an und fragst nach einem Treffen. Das findet dann mal statt, mal nicht. Das liegt natürlich nicht an dir, sondern er entscheidet, ob ihr euch trefft oder nicht. Und das weiß er auch. Er ist sich deiner so sicher, wie jeden Morgen der Tag beginnt und wie er am Abend wieder endet.

Was ist da aus dem Traumpaar geworden? Wo sind die zwei Menschen geblieben, die einst so fasziniert voneinander waren? Das kann ich dir sagen: Verkrochen haben die sich.

Der tolle Mann, weil der überhaupt keinen Bock auf eine Frau hat, die sich benutzen lässt. Und die klasse Frau, die die ganze Zeit schreit: „BENUTZ MICH!“

Hää, was!!?? Höre ich dich jetzt. Richtig? Ja, genau so ist es. Glaube mir, wenn ein Mann eine Frau klasse findet, dann will der die. Und wenn der die dann nach einer gewissen Zeit nicht mehr klasse findet, dann ist meistens Folgendes passiert:

Du bist ihm begegnet, als du in deiner natürlichen Größe warst, die erwachsene reife Frau, die du heute bist. Das kleine Mädchen, das in dir schreit und auf den Arm will, war da nicht präsent. Dann hast du gemerkt: „Oh wow, der ist ernsthaft an mir interessiert.“ Und jetzt passiert, was so vielen Frauen passiert. Du siehst nicht mehr den Mann, sondern in ihm Mami oder Papi und du witterst unbewusst die lang ersehnte Chance von ihnen nun endlich zu bekommen, was dir als kleines Mädchen so sehr gefehlt hat.

Der Mann spürt das, meistens unbewusst, und er kann und will dir das nicht geben.

So gehst du natürlich auch jetzt wieder leer aus und nun wird in dir aktiviert, womit deine Attraktivität einem Mann gegenüber sofort ins bodenlose sinkt.

Was hast du damals gemacht, um von Mami oder Papi doch noch zu bekommen, was du so sehnlich brauchtest? Eben alles!

Egal, wie sie mit dir umgegangen sind, Kinder lieben nun mal ihre Eltern und brauchen sie auch wirklich. Du warst zu allem bereit, um die Liebe von ihnen zu bekommen, die du als Kind ja auch tatsächlich brauchtest.

Und genau das Gleiche tust du dem Mann gegenüber jetzt auch. Statt die erwachsene reife Frau aus der Gegenwart zu bleiben, lässt du jetzt dem verletzten Kind in dir freien Lauf.

Wie äußert sich das?

Du lässt ihn wissen, dass sein Verhalten dir weh tut.

Du lässt ihn wissen, dass es dir schlecht geht wegen ihm.

Du gibst ihm zu verstehen, dass in deinem Leben alles nur noch um ihn kreist.

Du teilst ihm all deine Wunden und Verletzungen mit und wie bemüht du bist, sie zu heilen.

etc.

Und!

Du triffst dich weiter mit ihm.

Du gehst weiterhin mit ihm ins Bett.

Du richtest dich weiterhin nach seinen Vorgaben.

Du richtest weiterhin dein Leben nach ihm aus.

etc.

Der Mann weiß nun also, dass es dir wegen ihm schlecht geht. Er weiß, dass du trotzdem bleibst und er weiß, dass er mit dir eigentlich machen kann, was er will.

Und wenn er das dann auch tut, was nicht selten vorkommt, dann ist er natürlich der riesen Arsch, der die Frauen ja nur benutzt.

Und du denkst die ganze Zeit, wenn ich ihm doch nur zeige, wie wichtig er mir ist, dass ich sogar für ihn so leide, wird er mich endlich lieben. Und rennst weiter mit diesem Schild da auf deiner Stirn rum, auf dem in großen Lettern steht:

BENUTZ MICH!

Er kann dich so nicht lieben. Und er würde es ja vielleicht sogar gerne können, doch das geht nicht. Das ist der Gefühls-, Verliebt-, Attraktivitäts-Killer schlechthin, wenn der Mann weiß, dass er derart über dich und deine Befindlichkeit verfügen kann.

Was ein Mann braucht, ist zu wissen, dass du dir selbst viel wichtiger bist als er dir. Dass du dich an die erste Stelle stellst. Dass dir deine Befindlichkeit am Herzen liegt und wenn er der Grund ist, dass es dir schlecht geht, dann will er sehen, dass du gehst und gut für dich sorgst. Auch damit er sich überlegen kann, wie er dich zurückgewinnen kann. Und das kann er nicht, wenn er bei jedem Handyton schon im Vorhinein weiß, dass du das wieder bist.

Er will, dass dir deine eigene innere Entwicklung, deine eigene innere Wahrheit wichtiger ist als er. Er muss wissen, dass er nicht Mittelpunkt deines Lebens ist. Er muss wissen, dass er dich verlieren kann, wenn er es sich mit dir verscherzt. Er muss wissen, dass du Ansprüche stellst, dass du nicht verfügbar bist, dass du weißt, dass du etwas ganz Besonderes und Kostbares bist – eine Frau, die nicht nur weiß, dass sie Wertschätzung und Respekt verdient, sondern die sich eben auch nur auf die Männer einlässt, die ihr genau das entgegenbringen.

Dann kann ein Mann sich in deiner Nähe wohl fühlen, dann kann er in dir weiterhin die klasse Frau sehen und dann wird er dich auch wollen. Nicht aber, wenn er mit dir machen kann, was er will.

Macht das Sinn für dich?

„Jaaa, das weiß ich doch schon alles“, höre ich dich jetzt sagen. Ist aber gut, das mal so Schwarz auf Weiß serviert zu kriegen. Nicht wahr?

Das Wesentliche, was du bei all dem übersiehst

Du bist das nämlich schon alles, was ich hier beschreibe von der Frau, die Mann klasse findet. Was es braucht ist, dass du diese Frau in dir freilegst, dass du beginnst, dich mit dieser Frau in dir zu verbinden. Mit dem verletzten Kind in dir klappt das bisweilen ja auch tadellos. Warum dann nicht mit der kostbaren, wertvollen, bezaubernden Frau in dir? Die potent und mächtig ist, die ihr Liebesleben selbst bestimmt und die entscheidet, wen sie daran teilhaben lässt und wen nicht.

Die wunderbare Frau, die vorher erst sich selbst fragt, bevor da ein Mann in ihr Leben und in ihren Körper eindringt. Die grundsätzlich immer erst sich selbst fragt: „Tut mir das, was hier gerade geschieht, gut?“ Und die bei der Antwort: „Nein“, diese Situation sofort verlässt, weil sie weiß, dass nach einem Kontakt mit einem Mann, der ihr nicht guttut, viele ganz wundervolle Kontakte auf sie warten.

Die fantastische Frau, die nicht wie ein leerer Krug auf ihn warten muss, darauf, dass er bereit ist, sie mit Liebe zu füllen. Die wunderbare Frau, die aus sich selbst heraus voller Liebe ist. Die nicht nach Liebe suchen muss, sondern sie in Fülle geben kann –  sich selbst und dann anderen und zwar in dieser Reihenfolge.

All das bist du! Wusstest du das schon? Nein? Dann stelle dir jetzt diese Fragen. Du brauchst sie nicht beantworten. Einfach nur die Fragen stellen und wahrnehmen, was sie in dir auslösen:

Wie wäre es, wenn die leidenschaftlichste, sinnlichste, kraftvollste, powervollste Frau in mir zum Vorschein kommen würde?

Wie wirkt sich das auf mein Liebesleben aus, wenn ich mich jeden Tag mit dieser kraftvollen und potenten Frau in mir verbinde, die ihren Wert kennt und ihre Würde schätzt und schützt?

Wie würde ich mein Liebesleben anders leben, wenn ich von nun an sicher wüsste, dass ich alles bereits bin und in mir habe, was mich eine erfüllte Liebesbeziehung leben lässt?

Wie ist das? Fühlt sich gut an, nicht wahr? Dann nimm diese Energie jetzt mit in deinen Tag und genieße sie.

Am Anfang wird es wohl so sein, dass diese Energie recht rasch wieder verblasst. Deshalb ist es gut, immer wieder dranzubleiben und das zu üben. Über viele Jahre hast du ja auch abgekauft, dass du klein und bedürftig bist und hast dich von deiner vollen Größe als wunderbare Frau abgeschnitten. Da braucht es jetzt ein wenig Zeit und Übung, um diese Frau in dir zu aktivieren, um dich dann vollkommen mit ihr zu verbinden.

Glaube mir, das funktioniert und wenn du dranbleibst, kannst du auch erreichen, was meine Klientinnen für sich erreicht haben.

Stimmen meiner Klientinnen:

  • „Mein Liebesleben hat sich gewaltig verändert. Ich fühle mich viel gestärkter, für mich selbst einzutreten, was vorher nicht möglich war.“ ~ Henriette Schlicker
  • „Dadurch, dass ich durch den Coaching Prozess sehr viel besser bei mir bleiben kann, hat sich das mehr als positiv auf meine Beziehung ausgewirkt.“ ~ Steffi Gräther
  • „Da ist ein Prozess in Gang gekommen, wo ich merke, dass ich da nicht mehr in diese Abhängigkeiten komme. Ich denke mir heute: Ich brauche das jetzt, also mache ich das. Das hätte ich mich früher nie getraut. ~ Gunilla Knop

 

Möchtest du das auch für dich erreichen? Dann vereinbare mit mir eine Gratis-Beratung und wir schauen gemeinsam, wie ich dich dabei am besten unterstützen kann.

6 Kommentare

  1. Susanne

    Liebe Jivana, schon wieder ist es passiert, ich habe einen Mann kennen gelernt, wir haben uns einmal getroffen… er war ebenfalls- wie er geschrieben hat – begeistert, wir wollten uns gestern erneut treffen, er hat sich einfach nicht mehr gemeldet, auch nicht auf meine Nachfrage. Soweit so gut, … kommt halt vor. Was mich jetzt so beschäftigt ist, dass ich schon wieder total am Boden zerstört bin, mich zu gar nichts aufraffen kann und total an mir zweifele. Es ist einfach furchtbar.
    Liebe Grüße
    Susanne

  2. Jivana Lohr

    Liebe Susanne,
    das tut mir leid, dass dir das so passiert. Es gibt ja viele Gründe, warum er sich nicht gemeldet hat. Wozu wir neigen ist das Verhalten des anderen zu interpretieren und zwar so, wie es uns überhaupt nicht gut tut. Und dann viele Gedanken des Zweifels an uns selbst hochkommen. Ich kenne das selbst sehr gut und weiß aus eigener Erfahrung, dass das nicht so bleiben muss. Wenn du magst, meld dich einfach für eine kostenfreie Coaching Session bei uns an, wir helfen dir dann gerne weiter. Hier geht es zur Anmeldung: https://jivanalohr.com/formular-coaching-session

    Herzliche Grüße
    Jivana

  3. Angie

    Liebe Jivana,
    nach 5 Jahren hin und her, hat er mir gestern geschrieben, dass er keine Lust mehr auf mich hat, da er keine Verbindung mehr sieht.
    Ich muss dazu sagen, dass er sich immer erst nach langer Zeit zurück gemeldet hat. Das habe ich ihm auch gesagt. Gut jetzt ist es eh zu spät. Es hat mich total getroffen und obwohl ich dieses Gefühl öfters hatte, dass es nicht mehr geht, tut es mega weh. Ich Zweifel an mir ob ich ihn nicht wert bin. Warum schafft man es nicht sich aus solchen Verbindungen zu lösen bevor es so richtig weh tut?

  4. Sabine

    Liebe Jivana, ich bin hingerissen von dem was Du hier schreibst. Für mich ist der Inhalt auch auf alle anderen Bereiche meines Lebens anzuwenden. Schön zu lesen und zu wissen, das ich das alles schon weiß und habe, manchmal fehlt eben die Bewusstwerdung. Ich danke Dir sehr und schicke Dir herzliche Grüße Sabine J.

  5. Jivana Lohr

    Liebe Sabine,

    wie schön, dass mein Artikel dich auch in anderen Lebensbereichen unterstützt! Das freut mich. 🙂

    Herzliche Grüße
    Jivana

  6. Jivana Lohr

    Liebe Angie,

    vielen Dank für deine Zeilen. oft ist es so, dass uns nur der Schmerz vermag tiefer zu blicken, um anzuschauen, was da in uns geheilt werden will. Deshalb haben wir auch oft so eine Ausdauer, in Liebesbeziehungen zu bleiben, die uns nicht gut tun.

    Herzliche Grüße
    Jivana

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