3 Gründe, warum Achtsamkeit leben so wichtig ist

von | Sep 16, 2017 | Allgemein | 0 Kommentare

Kennst du das auch? Du kommst am Nachmittag von der Arbeit, lässt dich auf dein Sofa fallen – wenn dazu überhaupt die Zeit reicht – und stellst auf einmal fest, dass dir die Fahrt vom Job nach Hause überhaupt nicht mehr bewusst ist? Und das passiert dir nicht nur einmal, sondern ist dir schon zigmal passiert und du weißt, dein Inneres stand wieder auf Autopilot? Und am nächsten Morgen fährst du wieder zur Arbeit, kommst an deinem Arbeitsplatz an und von da an geht es los mit Multitasking? Das Telefon klingelt, der Kollege hat eine Frage, gleichzeitig hörst du den whatsapp-Ton deines Handys und und und … Und du machst einfach weiter. Und so geht das Tag ein Tag aus. Und es geht nicht nur dir so, sondern sehr vielen Menschen. Kein Wunder, dass viel einfach ausbrennen. Mir ging es auch so. Doch ich war parallel zum Lehrerberuf schon immer auf einem spirituellen Weg. Yoga und Meditation waren und sind fester Bestandteil meines Lebens seit vielen Jahren. Doch der Stress, die Hektik, der Lärm nahmen irgendwann so überhand, dass ich die Praxis der Achtsamkeit vernachlässigte. Das war Schlimm, denn gerade in Zeiten extrem hoher Belastung ist es umso wichtiger, sich der Achtsamkeit zu widmen. Und warum ist es so wichtig?

 

3 Gründe, warum Achtsamkeit so wichtig ist

  1. Achtsamkeit hält dich in Kontakt mit dir

Wenn wir auf Autopilot laufen, sind wir zutiefst unbewusst unterwegs. Der Kontakt zu uns selbst geht verloren. Wir sind einfach nur noch im Kopf und denken darüber nach, was war oder was als nächstes zu tun ist. Das, was gerade im Hier und Jetzt geschieht, z.B. das Autofahren, bekommen wir gar nicht mit und uns selbst erst recht nicht. Und selbst das Nachdenken ist einem nicht mehr präsent. Der Geist ist einfach nur unablässig beschäftigt und produziert einen fortlaufenden Gedankenstrom. Wenn wir uns nun in Achtsamkeit üben, bleiben wir mit dem Hier und Jetzt, also mit der Gegenwart verankert. Das wiederum führt dazu, dass wir uns nicht unbewusst mit Gedanken überschütten und wir uns in der Folge nicht so anstrengen. Denn das viele Nachdenken kostet auch eine Menge Kraft und Konzentration, was wir, weil wir so unbewusst sind, gar nicht merken. Der gegenwärtige Moment beinhaltet nie viel und schon gar nicht so viel, wie ein gesamter Tag, der da mal eben unbewusst überdacht wird. Der gegenwärtige Moment ist immer friedlich. Probiere es aus, jetzt genau in diesem Moment. Frage dich, was jetzt gerade geschieht. Und dann nimm einfach nur wahr.

  1. Achtsamkeit entspannt Körper und Geist

Sich in Achtsamkeit üben, heißt, sich aus dem Strom der Gedanken und aus dem Strom des Geschehens herauszunehmen. Es heißt anzuhalten, zu stoppen, was da gerade abläuft und zu beginnen, die Aufmerksamkeit und ihre Richtung wieder selbst zu übernehmen. Wenn wir auf Autopilot stehen und den Kontakt zu uns verloren haben, spüren wir auch meistens unseren Körper nicht mehr, weil da keine Präsenz mehr ist. Durch Achtsamkeit fängst du an, deinen Körper wieder wahrzunehmen und dein Körper fühlt sich auch wieder wahrgenommen und nicht mehr vernachlässigt. Und wenn du die Aufmerksamkeit zu deinem Körper lenkst, nimmst du deinem Verstand automatisch die Möglichkeit, weiter so viele Gedanken zu produzieren, wodurch wiederum der Geist zur Ruhe kommt.

  1. Achtsamkeit steigert dein Mitgefühl für dich und andere

Sicher kennst du auch die ständigen Selbstvorwürfe, die besonders dann auch häufig vorkommen, wenn der Stresspegel sehr hoch ist. Man selbst und andere machen alles falsch. Oder man selbst macht alles falsch und die anderen machen alles richtig – so die ständigen Selbstvorwürfe. Durch die Übung der Achtsamkeit kommen wir uns selbst wieder näher, können anfangen zu erkennen, was wir da tagtäglich leisten und wie wenig wir uns dafür selbst wertschätzen. Das zu erkennen ist vielleicht im ersten Moment nicht angenehm, doch es macht uns wieder weicher und empfänglicher für uns selbst. Und wenn das erst einmal geschehen ist, können wir auch die anderen besser sehen und verstehen, dass auch sie im Zuge des Alltagsstresses, einfach nur versuchen zurechtzukommen.

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